Spiegelwelten: Die andere Seite der Stars

Prominente stehen für den schönen Schein. Dabei ist es vermutlich genau das Gegenteil, das sie erfolgreich gemacht hat. Dieser These spüren Ruth Spiller und Stephanie Wencek  mit „Spiegelwelten“ nach. Ihr Ziel 2014: Auf einer Benefizveranstaltung präsentieren die Gründerinnen von „Dorian Gray Postproduction“ Portraits Prominenter – eingefangen von bekannten Fotografen zeigen sich diese von ungewohnter Seite: mal grausam, mal sinnlich, dramatisch oder auch ironisch. Eben menschlich.  

Hinweis: Coaching-Blogger versteht sich als ein Forum, wo sich kreative Business-Projekte präsentieren können. Vielfach handelt es sich um Vorhaben, die durch das Coaching mit DreamGuidance bei Birgitt Morrien inspiriert wurden.


Makellose, unsterbliche Schönheit und Anmut, aber auch Hedonismus, Narzissmus, Dekadenz – Oscar Wildes Dorian Gray verkörpert alle Facetten des Ästhetizismus. Das Projekt „Spiegelwelten“ setzt sich verspielt-ironisch mit dem Thema auseinander. In Portraitshootings treffen Top-Fotografen auf Prominente ihrer Wahl und liefern – durchaus kritisch, immer aber auch sinnlich und hoch ästhetisch – ihre eigene Auslegung von Perfektion.

Warum „Spiegelwelten“? Spiegel zeigen Menschen und Situationen immer von zwei Seiten und erzeugen so Spannung. Wer in den Spiegel blickt, sieht sich selbst. Was ihm verborgen bleibt, ist die externe Seite, wie sie nur auf Fotografien und Gemälden zu sehen ist. Sich noch einmal so von außen zu betrachten, gleicht einer Art Selbstreflexion.

Wie sehen mich die anderen? Wie sehe ich mich? Wie viele Seiten habe ich? Und was ist eigentlich „echt“?

Überspitzt man diese Außenperspektive noch zusätzlich mittels digitaler Post, entstehen irritierende Gesamtbilder, die eine einseitige Auslegung verbieten. Sie zeigen den Menschen in seiner ganzen Vielseitigkeit und Unberechenbarkeit – mal vielleicht kindlich, mal dunkel, scheu oder spirituell.

Das Projekt erzählt bildlich von all diesen Facetten. Immer interpretiert durch die Linse eines anderen Fotografen.

Bildbearbeitung gilt oft als Paradebeispiel für Ästhetizismus und eine gewisse Einseitigkeit. Sie verschönert. Strebt nach Perfektion. Doch kann sie noch viel mehr! Durch anspruchsvolle Bildkombinationen, einen eigenen Look und viel Feingefühl schürt sie Emotionen und kann den Fotografen in seiner Aussage unterstützen. Bildbearbeitung macht einzigartig, erschafft, fasziniert. Und ist oft doch so fein, als wäre sie gar nicht da.

Ein recht einseitiges Image haben häufig auch Prominente. Sie stehen für den schönen Schein, Glamour, gar Eitelkeit. Dabei ist es vermutlich genau das Gegenteil, das sie dorthin gebracht hat, wo sie jetzt stehen. Machen wir es uns also mit unserer eindimensionalen Sichtweise nicht auch
etwas zu leicht?

Die Moods des Projekts „Spiegelwelten“ stehen für höchste Ästhetik in der Fotografie, aber auch für Individualismus, Andersartigkeit und Atmosphäre. Mit Unterstützung des Postproduction-Netzwerks Dorian Gray werden Geschichten voller Spannung und Emotionen entstehen. Mal grausam, mal sinnlich, dramatisch oder auch ironisch. Eben menschlich.

Zum Ende des Projektjahres 2014 sollen die Werke als FineArt Prints auf einer Benefizveranstaltung versteigert werden. Neben dem guten Zweck dienen sie den beteiligten Künstlern als Portfoliomaterial. Auch ein Fotobuch wäre denkbar.


MENSCHEN. FACETTEN.
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MENSCHEN. FACETTEN.
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DG
DORIAN GRAY
POSTPRODUCTION



Textquelle:

DG
DORIAN GRAY
POSTPRODUCTION

Kontakt: Ruth Spiller // pixelchic

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