Morrien-Marketing, märchenhaft

Wie es bereits im 16./17. Jahrhundert möglich war, das eigene Image über ein ausgefeiltes Marketing maßgeblich mit zu beeinflussen, beweist die Geschichte der Morrien. Ein Bericht deckt auf, wie es dem über Jahrhunderte in Westfalen einflussreichen Clan möglich war, die Geschichtsschreibung in seinem Sinne zu bestimmen.

Birgitt Morrien, aus dem Münsterland stammende Nachfahrin, die als Coach, Autorin und Kommunikationsberaterin in Köln lebt und arbeitet, sieht die Machenschaften ihrer Vorfahren durchaus kritisch. Vom Erbe der Morrien und den zahllosen Legenden fühlt sie sich jedoch auch inspiriert, nicht zuletzt für ihre eigene Autorinnen- und Beratungstätigkeit.

 

G.I. /  Nr. 6 / 07.01.1995 / RLH 3

Familiengeschichte mit Mohrenkopf*

Gut bezahlte Abstammungstheorie des Morrien-Geschlechts verweist auf Heilige Drei Könige

Lüdinghausen. Am 6. Januar feiert die Kirche das Fest Epiphanie, Erscheinung des Herrn, im Volksmund Heilige Drei Könige genannt. Gedacht wird an diesem Tag der Huldigung des Gottessohnes durch die Heidenwelt, vertreten durch die Drei Weisen aus dem Morgenland, Magier, magoi, vermutlich der Priesterkaste angehörend und als Caspar, Melchior und Balthasar benannt.

Der Name des letzteren lässt auf den mesopotamisch-persischen Raum schließen: Balthasar, Belthasar: Gott Bell, sein Leben schützte oder auch: Schütze das Leben des Königs. Die Botschaft des Gottessohnes war an alle Völker und Rassen gerichtet, und um dieses zu verdeutlichen, stellte man den zweiten der drei Weisen, Melchior als Mohr dar, Afrika vertretend. In manchen Legenden wird auch Balthasar als Mohr bezeichnet. Aus alttestamentarischen Weissagungen hat man seit dem 9. Jahrhundert ihre Königswürde gefolgert.

Reliquienschrein

Die Leiber der drei Heiligen sollen nach einer Legende des 12. Jahrhunderts durch die Heilige Helena nach Konstantinopel und durch den Bischof Eustorgius nach Mailand gekommen sein. Nach der Eroberung Mailands 1164 durch Kaiser Friedrich Barbarossa überführte der Kanzler des Kaisers, der Erzbischof von Köln, Rainald von Dassel, die Reliquien in die Domstadt, wo bald danach der prachtvolle Schrein und der großartige Dom entstanden.

Die in Aachen gekrönten Kaiser des Mittelalters pilgerten dem „Heiligen Köln“ zu den Heiligen Drei Königen und verehrten ihnen kostbare Gaben. Eng ist der Aufstieg Kölns im Mittelalter mit dem Eintreffen der Reliquien der Heiligen Drei Könige verbunden. Das Fest der Erscheinung wurde schon im 2. Jahrhundert nach Christi im Orient kurz nach der Wintersonnenwende im ersten Drittel des Januar gefeiert.

Für die Wahl des 6. Januar als Festtag soll ein heidnisches Fest der alten Ägypter maßgebend gewesen sein, das Geburtsfest des Aeon, weil nach dem Ägyptischen Kalender um diese Zeit die Wintersonnenwende eintrat und man den Beginn eines neuen Sonnenjahres feierte. Viel Brauchtum verknüpfte sich mit diesem Fest, unter anderem das heute noch übliche Anmalen der Hauswände mit den drei Buchstaben C+ M+ B = Christus mansionem benodicat = Christus, segne diese Wohnung. Im Volksmund setzt man die Anfangsbuchstaben mit denen der angeblichen Namen der Heiligen Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar, gleich. Viele Legenden ranken sich um diese Heiligen, und noch legendenhafter ist, dass sie Nachkommen gezeugt haben sollen.

Im Münsterland lebte eine Familie, die fest davon überzeugt war, von den Heiligen Drei Königen abzustimmen, es war die Familie Morrien zu Nordkirchen, deren erster bekannter Angehöriger 1271 auftaucht: Johann von Lüdinghausen genannt Morrien.

Die Familie führt im Wappen einen sechseckigen rot-gold gespaltenen Stern, und als Helmzier diente ein Mohrenkopf, umgeben von Straußenfedern. Diese exotischen Zugaben zu einem westfälischen Wappen (silberner Schild mit  schwarzem Schrägbalken und daran hängenden fünf Zinnen) haben zu mancher Spekulation Anlass gegeben. So wurde eine Verbindung zum heiligen Mauritius, dem Patron der Kirche zu Nordkirchen, in der Kunst oft fälschlicherweise als Mohr dargestellt, gesucht. Eine andere Version berichtet, dieser Johann von Lüdinghausen sei von so dunklem Aussehen gewesen, dass man ihm den Beinahmen „Der Mohr“ gegeben habe, und dieser Übernahme „Morian“ sei Grund für die Beigaben im Wappen.

Die interessanteste Version aber dürfte jene sein, die einen von Lüdinghausen hat an einem Kreuzzug teilnehmen lassen, vielleicht gegen die Mauren, parallel zu der Geschichte der Norendins, deren einer seinen alten westfälischen Namen ablegte, weil er in einem Kreuzzug gegen Abdel Nurendin gekämpft, nach dem Sieg wegen seiner Tapferkeit auf dem Schlachtfeld zum Ritter geschlagen und den Namen und den Namen Norendin angenommen hatte. Diese Geschichte bleibt eine echte Forschungsaufgabe.

Zur Zeit ihrer größten Machtstellung, Ende des 16. Jahrhunderts, Anfang des 17. Jahrhunderts, begannen die Morrien, der Mode der damaligen Zeit folgend, sich nach einem neu erlauchten Stammvater umzusehen. Ihre in unzähligen Truhen liegenden Dokumente und Wappenrollen blieben dabei unbeachtet. Sie beauftragten einen der in jener Zeit auftauchenden bedenkenlosen „Wappenfabrikanten“ mit der Aufstellung einer Ahnentafel. So finden wir im Universal-Lexicon von Johann Heinrich Zedler, Leipzig 1739, märchenhafte Angaben über die Morrien. Sie seien mit Karl dem Großen ins Land gekommen und hätten für geleistete Dienste viele Güter und Privilegien erhalten. (Ihre Lehnsabhängigkeit von Werden, dem Kloster an der Ruhr, wurde verschwiegen.)

Ihre ältesten Ahnen seien die Heiligen Drei Könige gewesen, weshalb sie auch Stern und Mohrenkopf im Wappen führten. Sie seien als Unterhändler und bei erfolgreichen Vermittlungsversuchen tätig gewesen auf den Reichstagen zu Dortmund 1060 und 1120. Diese Märchen, Julius Schwieters  erwähnt sie in seinen „Geschichtlichen Nachrichten“ von 1886 als Sage, fußen vermutlich auf die Schrift des Jesuitenparters Tanner, der, ebenso wie Weingarten im Fürstenspiegel, sich große Mühe gibt, diese märchenhafte Abstammung der Morrien zu beweisen.

Der eigentliche Urheber scheint jedoch Berswold zu sein, der 1624 das „Westfäl.  Adelich Stammbuch“  herausgegeben hat und als Erfinder dieser Märchen gelten kann, wer weiß, für wie viel Honorar seitens der Morrien. Das war allerdings im Zeitalter des Barock nicht Ungewöhnliches, so wollten die Arenberger, die späteren Besitzer von Nordkirchen, von den Königen von Ungarn abstammen, die Fürsten von Salm gar von Romulus und Remus, die Grafen von Nassau glaubten an Nasua, einem suebischen Häuptling zu Zeiten Caesars, als ihren Stammvater. Toll trieben es die Welser, die Belisar, den berühmten Feldherrn Kaiser Justinians, dem Sieger über die Vandalen (533/34) und Ostgoten (536) als ihren Ahnherrn erkoren ließen.

Selbst der berühmte Verleger Cotta machte diesen Schwindel mit und wollte von dem römischen Geschichtsschreiber Titus Livius abstammen.

Beliebt als Ahnherren waren besonders Caesar und Karl der Große. Den Vogel aber hatten die Morrien abgeschossen mit ihrer angeblichen Abstammung von den Heiligen Drei Königen. Das waren sie, so glaubten sie, der Größe ihres Hauses schuldig. Inzwischen waren sie auch hochgestiegen: Erbmarschälle des Fürstbistums Münster und Besitzer riesiger Ländereien und stolzer Besitzer einer der großartigsten Burganlagen im norddeutschen Raum.

Kaiser-Diplom

Die erfundene und gewiß gut bezahlte Abstammungstheorie, die gefälschten Berichte über die Karl dem Großen geleisteten Dienste sowie die angebliche Teilnahme an den Dortmunder Reichstagen wurden kritiklos von der kaiserlichen Reichskanzlei übernommen, in jenem kaiserlichen Diplom Leopolds, kraft dessen die Gebrüder Morrien 1670 in den  erblichen Reichsfreiherrnstand erhoben wurden. So können wir in der umständlichen barocken Sprache jener Zeit lesen:
„Wir Leopold etc. Bekennen für Uns und unsere Nachkommen  am Heiligen Römischen und Unseren Erbkönigreichen, Fürstentümern und Landen öffentlich mit diesem Brief, und thun Kund jedermanniglichen etc.  Wann wir nun gnädig angesehen, vorgenommen und betrachtet das uralt Adliche Geschlechte derer von Morrien zu Nordkirchen, aus welchem unsere und des Reiches liebe Getreue (es folgen die Namen) Gebrüder und Geschwister entsprossen, welches absonderlich angeräumet worden, und glaublich vorkommen, dass  es noch vor achthundert und mehr Jahren in Zeiten der glorwürdigsten  Regierung Keyser Caroli Magni, unter dessen Kriegsheer Sanderus Morrien gedienet, wider die Heydnische Sachsen in Westphalen gekommen, um dessen dabey geleisteten treuen ritterliche tapffere Dienste etc . … so dasselbig Geschlecht weylang unseren Hochlöblichen Vorfahren am Heiligen Römischen Reich, Römische Kayseren, in fürnehmen Gesandtschafften erwiesen, allermaßen die Dortmundische Jahres-Geschichte von dem 1016 und den 112esten Jahre bewiesen etc.

Dessen zu wahrer Uhrkundt haben Wir unser Keyserliches Insiegel an diesen Brief wissentlich hangen lassen,  der gegeben ist unserer Stadt Wien, den acht und zwanzigsten Monats-Tag Januar nach Christi Unseres lieben Herrn gnadenreicher Geburt in Sechszehnhundert und Siebentzig, etc. Leopoldus, Leopold Wilhelm Graf zu Königsberg“ 1652, nach anderen Quellen 1684 fuhr Ferdinand Reichsfreiherr von Morrien, Erbmarschall des Fürstbistums Münster, Herr von Nordkirchen sowie zu Davensberg ,Alrodt, Buxfort, Schapdetten, Haselburg und Bispinkhof, Besitzer von ca. 224 Bauernhöfen, Kötterstellen nicht mitgerechnet, in den Gemeinden Nord- und Südkirchen, Herbern, Olfen, Lüdinghausen, Blankenstein an der Ruhr, Grewen, lburg, Detten, Havixbeck, Bork, Selm, Dülmen, Hullern, Rinkerode, Buldern, Darup, Steinfurt, Werne, Otmarsbocholt, Aschenberg und Seppenrade, sowie von 52 Häusern in Münster, weiteren in Osnabrück und Herford etc. nach Köln.

Mit sich führte er einen goldenen sechseckigen Stern, mit Diamanten besetzt, wohl mehr wert als ein ganzer Bauernhof. Dieses kostbare Kleinod gedachte er dem Reliquienschrein der Heiligen Drei Könige zu schenken, voll der festen Überzeugung, dass dort Gebeine seiner Ahnen ruhten. So geschah es. 1781 gab J.P.N.M Vogel eine Beschreibung des Schreins der Heiligen Drei Könige heraus unter dem Titel: „Sammlung der prächtigen Edelgesteinen, womit der Kasten der dreyen heiligen Weisen Königen in der hohen Erz-Domkirche zu Köln ausgeziert ist, nach ihrem ächten Abdrucke in Kupfer gestochen.“ Auf Seite 21 heißt es: „… dermal befindet sich allda ein in Gold gefasster Stern von puren Brillanten, so von Ferdinand Freyherr von Morrien, Herr zu Nordkirchen, Davensberg und Kapellen, des Hochstifts Münster Erbmaschall im Jahre 1684 hiehin verehrt worden. Noch da höher aber ein Orientalischer Topaß in der Größe eines starken Taubeneyes, so von Kennern über die Maassen hochgeschätzet wird.“

Ferdinand starb 1688, ihm folgte sein Bruder, der letzte der Hauptlinie zu Nordkirchen. Als dieser 1691 starb, wurden die Pfarrer der Kirchen im ganzen bischöflichen Amt Werne, was etwa der Größe des früheren Kreises Lüdinghausen entsprach, angewiesen, an drei Tagen die Totenglocken läuten zu lassen. Sehr bezeichnend für die Machtstellung der Familie. Von den Erben kaufte der Fürstbischof von Plettenberg den ganzen Besitz und ließ das heutige Schloß erbauen.

Ob sich die Heiligen Drei Könige über das Geschenk ihrer angeblichen Nachfahren gefreut haben? Viel Anlaß zur Freude haben ihnen die Morrien nämlich nicht geboten. Abgesehen davon, dass einige Mitglieder der Familie zeitweise zur protestantischen Religion neigten, besaßen die Morrien neben einem gesunden Erwerbsinn einen starken Fortpflanzungstrieb, deutlicher gesagt: Ehebruch war gang und gäbe. So wird von einem Erbmarschall berichtet, dass er neben zehn erblichen Kindern noch mindestens fünf uneheliche gehabt habe, so auch unter anderem der Pfarrer Adam Morrien in Leer, der mit seiner Konkubine viele Kinder zeugte, die männlichen wurden zum Teil auch Geistliche, natürlich wieder mit der Konkubine. Im kirchlichen Visitationsprotokoll von 1571 hieß es dann schlicht: „Habet concubinam.“

Auch der Giftmord an Johann von Hake zu Rauschenburg, begangen von seiner Eherfrau Margarete von Morrien und deren Verhältnis mit ihrem aus einer unehelichen Verbindung ihres Vaters stammender Halbbruder, mochte den Heiligen nicht gefallen haben. Übrigens kamen die beiden Übertäter mit dem Leben trotz vorliegender Geständnisse davon, denn der mächtige Erbmarschall von Nordkirchen, Vater der beiden, schaltete sich ein, und das Verfahren wurde niedergeschlagen. Der Chronist Spormaker aus Hebern nennt ihn „Johannes mit dem Goldener Mund“, damit elegant die Tatsache einer geglückten Erpressung umschreibend.

200 Jahre später war die Rausenburg im Besitz der Familie von Neuhof, die ebenfalls von den Morrien abstammte und im Jahre 1736 mit Theodor den bisher einzigen König von Korsika stellte. Er stiftete das Wappen, und wir begegnen zum vierten Mal dem Mohrenkopf.

Der schwarze Mohrenkopf mit weißer Stirnbinde auf weißem Grund gilt noch heute als Wappen von Korsika. Den zahlreichen unehelichen Verbindungen sind viele Nachkommen entsprossen, die hochgeachtete Familien gründeten, tüchtig und angesehen in ihren Tätigkeitsbereichen: Justiz und Verwaltung, Medizin und Wirtschaft. So sind eine Reihe von Textilunternehmerfamilien  wie Biederlack, Kock, Bispink, Watterdorf etc. auf die Morrien zurückzuführen. Neben ihrer eigentlichen Tüchtigkeit verdanken die Morrien zu Nordkirchen vor allem dem Kloster Werden ihren Aufstieg. So mögen denn die Gebete der bürgerlichen Morrien als Patres im Kloster Werden im 18. Jahrhundert den Heiligen Drei Königen mehr zum Trost gereicht haben, als das kostbare Geschenk des Ferdinand sie erfreuen konnte.

1968 wurde in Metelen der 5000. Bürger freudig begüßt, sein Name war: Thomas Morrien. Im Telefonbuch von Metelen finden wir unter anderem auch Anton, Imker als Beruf. Er ist der Onkel eines Lüdinghausener Bürgers. So führt eine der vielen Spuren dieser Familie zum Ausgang von 1271 zurück, zu Johann von Lüdinghausen genannt Morrien.


König von Korsika

Es soll zum Schluss nicht unerwähnt bleiben, dass, als Heidenreich von Droste zu Vischering 1443 die Richmod von Morrien heiratete, diese zur Stammutter aller späteren Drosten wurde, die auch zu den Vorfahren des Kardinals Clemens August von Galen sowie der Annette von Droste-Hülshoff zählen. Ob eine der vielen Familien, die von den Morrien zu Nordkirchen abstammen und sogar noch ihren Namen tragen, am gestrigen Tag, dem Drei-Königs-Tag, ihrer erlauchten, wenn auch erfundenen Vorfahren gedacht hat, ist nicht bekannt. Die Weisen aus dem Morgenland würden aus einer über zweitausendjährigen Erfahrung mit den Menschen nicht die Weisen sein, wenn sie mehr als ein müdes Lächeln dafür über hätten. Seit 831 Jahren in Köln, dürften sie als echte Kölner gelten, und wahrscheinlich ist, dass sie längst „Kölle Alaaf“ gerufen haben, nur keiner hat’s gehört, und die Münsterländer hätten es nicht verstanden.                                                                                    
 

*Anmerkung der Redaktion: Dieser dem Tenor nach rassistisch anmutende Titel ist dem Originalbeitrag in dieser Weise vorangestellt. Aus Gründen der Authentizität wird er unverändert übernommen.

 

 

Literaturliste zur Morrien-Geschichte

1
Mechthild Beilmann-Schöner, Norma Sukup: Das Erbe der Morrien. Einblicke in das Leben einer westfälischen Adelsfamilie. Das Buch erschien im Oktober 2013 anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Falkenhof Museum Rheine.

2
Gaby Hülsmann: Glas – Funde aus einem unterirdischen Kanalsystem. Bestandskatalog zur o.g. Ausstellung. Mit Beiträgen von Sveva Gai, Detlef Bach, Lothar Kurz, Norma Sukup und Ernst Helmut Segschneider. Regensburg, Verlag Schnell und Steiner, Oktober 2013.

3
Dr. Frank Dierkes: Jagdstreit – Zweikampf – Wappenschändung. Der Fall Galen contra Morrien (1607/1621). 2009.
http://www.cop-morrien.de/downloads/der_fall_galen_contra_morrien.pdf

4
Mechthild Siekmann (Hg.): Tatort Domplatz: Der Münster-Plan von 1609 und seine Geschichte(n). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009. Siehe darin das Kapitel von Frank Dierkes: Galen contra Morrien. Drama eines Adelskonflikts im Münsterland um 1600.

Der Band bietet Berichte über den Fund des bislang ältesten bekannten Plans der Stadt Münster. Die lavierte Federzeichnung mit dem Domplatz im Zentrum stellt ein Duell zwischen Dietrich von Galen und Erbmarschall Gerhard Morrien dar.

5
Walter Volmer: Die Heiligen Drei Könige im Münsterland und der Morrien’sche Stern am Kölner Dreikönigenschrein. In: Pulheimer Beträge zur Geschichte. Band 34. Verein für Geschichte e.V., Pulheim (Stommeln) 2009.

Demnach schenkte Erbmarschall Ferdinand von Morrien dem Kölner Dreikönigenschrein im 17. Jahrhundert eine mit Diamanten und Brillanten besetzte, teilweise vergoldete silberne Nachbildung des Wappensterns. 1794 wurde der Kölner Domschatz nach Arnsberg ausgelagert, um diesen vor den französischen Truppen zu schützen. Seither ist der Stern verschollen.

6
Frank Dierkes: Streitbar und ehrenfest. Zur Konfliktführung im münsterländischen Adel des 16. und 17. Jahrhunderts. Band 1 der Reihe „Westfalen in der Vormoderne“. Studien zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Landesgeschichte. Aschendorff Verlag, Münster 2007.

7
Dr. Frank Dierkes: Der Fall Galen contra Morrien – Adeliges Konfliktverhalten in Westfalen um 1600. Dissertation. Westfälische Wilhelms-Universität Münster. 1999

8
Hildegard Schlutius: In dießem Kemmerken etzliche Boicher fürhanden … Die Bibliothek der Familie von Morrien, im Besonderen der Buchbesitz der Frau Johanna. In: Geschichte und Geschehen. Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld. Kreis Coesfeld 1997.

9
Hildegard Westhoff-Krummacher: Unter mütterlicher Aufsicht eine nützlich belehrende Lektüre. In: Als die Frauen noch sanft und engelsgleich waren. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Münster 1996.

10
Janet Fox: Morrien’s Bitch. In: Jessica Amanda Salmonson (Hg.): Amazons! Daw Book, Inc., New York 1979.

11
Hans-Jürgen Warnecke: Münsterländische Beamte, Kaufhändler und Textilunternehmer als Nachkommen der Erbmarschälle von Morrien. In: Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (Hg.): Beiträge zur westfälischen Familienforschung. Schriftleitung: August Schröder. Band 27–29. 1969–1971.

12
Günther Aders, Helmut Richtering: Umfassende Auflistung von Gerichtsverfahren, in die die Morrien über die Jahrhunderte involviert waren. Allein zum Galen-Morrien-Konflikt (1609) liegen 16 Bände vor.
In: dies.: Gerichte des Alten Reiches. Teil 2. Reichskammergericht L–Z. Reichshofrat.
Das Staatsarchiv Münster und seine Bestände. Herausgegeben im Auftrage des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen, 1968.

13
Genealogische Sammlung Max von Spiessen: Morrien-Genealogie (Beginn: 1273). Band 28. Fot 230 Bad. 14,2. 1964.

 

Quelle: Birgitt Morrien / Oktober 2013. Hinweis: Die Jahresangaben zu 12/13 sind geschätzt, da auf den ihr vorliegenden alten Kopien inzwischen leider unleserlich.

 

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