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Zwangsprostitution

Liebe Mitstreiter_innen für das Schöne, Gute, Wahre,

die hier weitergeleitete Mail bittet um Eure Teilnahme an einer Petition, deren Anliegen wohl jeder Mensch mit einem Anflug von Empathie verstehen wird. Übrigens wieder einmal ein Beleg dafür, wie viele Themen von unseren Mainstream-Medien vernachlässigt werden. Die "right2water"-Kampagne hat bewiesen, dass sogar die schläfrigsten Redakteure aufwachen, wenn es plötzlich im Internet drängelt ...

Herzliche Grüße,
Ihre/Eure Birgitt Morrien

 


10.000 bis 30.000 Mädchen und Frauen werden jährlich zur sexuellen Ausbeutung nach Deutschland verschleppt.

Derzeit werden Frauen, die sich aus der Zwangsprostitution befreien konnten, rechtlich als illegal eingereiste Ausländerinnen behandelt. Nur, wenn sie gegen die Täter aussagen, dürfen sie unter Umständen während des Strafverfahrens in Deutschland bleiben. Obwohl sie sich durch die Aussage einem hohen persönlichen Risiko aussetzen, werden sie nach Beendigung des Verfahrens abgeschoben.

Bis zum 6. April muss die deutsche Bundesregierung eine EU-Richtlinie, die den Opferschutz von Menschenhandel regelt, umsetzen. Dies bietet der Bundesregierung die Chance, ihre Versäumnisse im Bereich Opferschutz auszuräumen und eine Verbesserung der  aufenthaltsrechtlichen Situation für Betroffene von Menschenhandel zu erwirken.

Mein Name ist Christa Stolle und ich leite die Organisation TERRE DES FEMMES in Deutschland. Um die Rechte der Opfer zu stärken, haben wir eine Petition an Innenminister Friedrich auf Change.org gestartet, die die Verbesserung des Aufenthaltsrechts für Opfer von Zwangsprostitution fordert.

Unterstützen Sie uns in dieser Forderung und unterschreiben Sie jetzt!

In Italien hat sich im Bereich Opferschutz viel getan. Das „italienische Modell“  entkoppelt das Aufenthaltsrecht der Betroffenen von ihrer Aussagebereitschaft in einem Strafverfahren. Für das Opfer besteht eine realistische Chance, einen unbefristeten Aufenthaltstitel zu erhalten.

Unsere Forderungen an den Bundesinnenminister: Frauen, die es geschafft haben, aus ihrer Zwangslage zu fliehen, sind schwer traumatisiert und benötigen dringend Hilfe. Ihnen muss aus humanitären Gründen ein unbefristeter Aufenthaltstitel in Deutschland erteilt werden, ohne den Zwang vor Gericht aussagen zu müssen. Zudem muss Betroffenen geeignete Betreuung und Entschädigung garantiert werden.

Unser Ziel ist es, 30.000 Unterschriften zu sammeln, damit möglichst viele Menschen den Bundesinnenminister auffordern, sich für die Einführung eines unbefristeten Aufenthaltstitels einzusetzen.

Setzen Sie jetzt Ihren Namen unter unsere Petition.

Bis zum 6. April muss Deutschland, eine EU-Richtlinie zum Opferschutz für Betroffenen von Menschenhandel umsetzen. Mit dieser Petition setzen wir uns dafür ein, dass unsere Forderungen in der Umsetzung berücksichtigt werden.

Vielen Dank für Ihre Stimme,

Christa Stolle, Vorsitzende TERRE DES FEMMES
 

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