Bärbel Bas ist zurückgetreten, fraglos ein Top-Ereignis, doch auf der Titelseite der heutigen Zeitung* finde ich zwei Männer und ein Auto abgebildet – die Arbeitsministerin und Co-Parteichefin der SPD bleibt unsichtbar.
Daraufhin blättere ich durch die Seiten der Zeitung und zähle im redaktionellen Teil 15 Abbildungen von Frauen gegenüber 95 abgebildeten Männern. Eine Disparität mit weitreichenden Folgen …
Kommentar:
Das ist kein journalistisches Versehen, sondern ein demokratiepolitisches Armutszeugnis, wenn der Abgang einer staatlichen Repräsentantin auf der Titelseite hinter Männern und Motoren versteckt wird. Eine Demokratie, die die Hälfte ihrer Realität unsichtbar macht, beschädigt durch diese strukturelle Missachtung ihr eigenes Fundament.
Prof. Dr. Heribert P.
*Kölner Stadt-Anzeiger
LITERATUR zum Thema:
Unsichtbare Frauen
https://www.penguin.de/buecher/caroline-criado-perez-unsichtbare-frauen/paperback/9783442718870
Feministische Lesereihe
https://www.fes.de/politische-bildung-und-dialog/feminism-and-bookmarks
Hegemoniale Männer
https://www.gwi-boell.de/de/2021/11/11/toxische-maennlichkeit
Toxische Männlichkeit (20 Titel)
https://www.perlentaucher.de/stichwort/toxische-maennlichkeit/buecher.html
Rechte Frauen
https://www.suhrkamp.de/buch/susanne-kaiser-rechte-frauen-t-9783518040409
#Medien #Karriere #Frauen #Führung

Motivgestaltung: #Morrien mit maschineller Assistenz