Extrem ungleich: „Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Bert Brecht. Eine kleine Anleitung zur Änderung der Verhältnisse in erhellenden Zitaten von Leuten, die es wissen müssen.
„Je reicher die Erben und je größer das Vermögen, desto niedriger die Steuersätze.“ Kevin Kühnert, Finanzwende
„Das reichste Prozent der Bevölkerung in Deutschland verfügt über 35 Prozent des Gesamtvermögens. Laut Forbes haben wir heute 171 Milliardäre, dreimal mehr als 2007.
„Wenn man reich ist, kann man sich gar nicht dagegen wehren immer reicher zu werden.“ Magdalena Engelhorn, Erbin und Mitbegründerin von „taxme“
„Die Verteilung von Reichtum und die Verteilung von Privilegien ist keine, die vom Himmel gefallen ist. Menschen haben diese Regeln gemacht, und wir leben in einer Demokratie und können diese Regeln auch ändern.“ Julia Friedrichs
Julia Friedrichs Buchpublikation zum Thema: Crazy Rich. Die geheime Welt der Superreichen
Ihre ZDF-Filmdokumentation: Die geheime Welt der Superreichen
„Die meisten richtig reichen Familien in Deutschland sind schon seit 100 Jahren reich und konnten ihr Vermögen trotz – oder wegen – zweier Weltkriege weiterreichen.“ Fabian Pfeffer, Soziologe, forscht an der Uni München zu sozialer Ungleichheit und sozialen Strukturen
„Nach 1945 erhielt die deutsche Wirtschaft, oft schwer belastet, eine zweite Chance. So kam sie zu großem Reichtum. Das Geturtel einiger Lobbyisten mit der AfD ist auch deshalb mehr als beschämend.“ Nils Minkmar, Historiker, FAZ und Spiegel
„Stehlen, Morden, Rauben heißen sie mit falscher Bezeichnung ‚Herrschaft‘. Und wo sie Einöde schaffen, nennen sie das ‚Frieden‘“. Mit diesem Zitat aus Tacitus‘ Agricola überschreibt David de Jong den Prolog seines Buchs: „Braunes Erbe. Die dunkle Geschichte der reichsten deutschen Unternehmerdynastien“.
Und zum Schluss noch einmal Kevin Kühnert zur Frage von arm und reich im Land und der Rolle, die die Stiftung Familienunternehmen in dieser Hinsicht spielt:
»Vorne Mittelstand und hinten Milliardärsinteressen, genau mit diesem Bild arbeitet die Stiftung Familienunter-nehmen! Wir stehen vorm ›Hotel Adlon‹, dort treffen Milliardärsfamilien auf Spitzenpolitik. Und dort geht es hinter verschlossenen Türen immer wieder um eine Frage: Wie können Milliardenvermögen steuerfrei an die nächste Generation weitergegeben werden?
Bislang waren sie erfolgreich, denn die Stiftung erkämpft und verteidigt Sonderregeln, die uns seit 2009 mehr als 100 Milliarden Euro Steuereinnahmen gekostet haben.«
Quelle der Zahlen und Zitate:
„Links um die Ecke“, ein redaktioneller Beitrag von @Gabriela Herpell im Magazin der Süddeutschen Zeitung (Nr. 28 / 10.07.2026)

Die Baumpflanzerin auf der Rückseite des 50-Pfennig-Stücks: Die Darstellung sollte den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg symbolisieren – insbesondere die Arbeit der „Kulturfrauen“ und Trümmerfrauen, die Wälder aufforsteten und Städte wiederaufbauten.