To do nach Me Too: Jungen anders erziehen!

Die Segel neu hissen (Foto: #Morrien / Leipzig 2024)

„In einer Zeit, in der es getrennte Schulen für Buben und Mädchen gab, waren die Mädchen nicht mit Jungen konfrontiert, die in den Toiletten Blowjobs verlangen.“ Irène Théry, französische Soziologin und Professorin an der Eliteuni ENESS in Paris.

,Me Too‘ hat Fortschritte gebracht

Irène Théry ist Soziologin und überzeugte Feministin. Für „Le Monde“ hat sie den Pelicot-Prozess begleitet.

Ihr erstaunliches Resümee: Optimismus.

Wenn auch nicht im Fall Epstein.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 21./22. Februar 2026, Nr. 43

 

Nach ihrem langen Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter, sieht die Soziologin Fortschritte. Zugleich erkennt sie die Ungleichheit der Mädchen im Angesicht dieses Wandels. Daher ist Erziehung so wichtig: Nicht mehr „Ihre Töchter sollten Sie schützen“, sondern „Ihre Söhne sollten Sie erziehen“.

Weiteres Zitat aus dem SZ-Interview:

Was wichtig ist zu erkennen: Die Männer sind gespalten. Zwischen denen, die behaupten, der Feminismus bedeutet den Verlust ihrer Männlichkeit, und denen, die mit einer egalitären Ansicht einverstanden sind, dort eine Möglichkeit finden, sich zu entfalten und Teil des antisexistischen Kampfes sein wollen.

Es gibt zwar Maskulinisten, aber auch viele Männer, Homos oder Heteros, die sich mit einer Macho-Idee der Männlichkeit nicht identifizieren, die die alten Normen der Geschlechter infrage stellen und überzeugt sind, sie können nicht Zuschauer unserer Kämpfe bleiben.

 

Buchpublikation über den Pelicot-Prozess

Bei der Buchpremiere von „Mit Männern leben“ über den Pelicot-Prozess wurde deutlich: Sexuelle Gewalt empört vor allem Frauen.

Diskutieren ohne Männer (Pressebericht über die Publikation)

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