Starke Kommunikation dank stimmiger Vision

Das grundlegende Prinzip wirksamer Kommunikation hat Birgitt Morrien im Rahmen eines Vortrages anhand einer einfachen botanischen Metapher vor Kolleginnen und Kollegen des Deutschen Bundesverbandes Coaching in Köln veranschaulicht. Ihre in weiten Teilen frei vorgetragenen Ausführungen legt Morrien hier auch in kompakter Form schriftlich vor.

Wer hoch hinaus will, muss sich tief verankern

MISSION

Am Anfang ganz unten: Die erfolgreiche Mission entspricht den Wurzeln eines gesunden Baumes, die tief reichen und sich weit verzweigen. Dass dies nur unter Aufwand aller Kräfte im Laufe vieler Jahre gelingt, weiß ein jedes Kind. Sich Zeit zu nehmen, zumal für Dinge, die im Dunklen geschehen und die drum niemand sieht, erscheint uns ja auch geradezu kindisch. Zumal angesichts des geltenden Zeitgeistes, der alles schnell erledigt – sei es um jeden Preis.

Wachstum braucht Zeit. Dieses alte Gesetz ist zwar aus der Mode gekommen, was jedoch nichts daran ändert, dass es nach wie vor Gültigkeit besitzt. Ein Baum, der hoch hinaus will, wird sich tief verwurzeln, um später auch starken Stürmen standzuhalten, koste es, was es wolle.

In diesem Jahr besonders durfte ich noch einmal daran denken, wie ich wurde, die ich heute bin. In meinem Essay „3 Tage ohne Mutter“ (1) beschreibe ich die Konditionen einer Kindheit (2), die es brauchte, um aus mir zugleich eine kreative Kauffrau und leidenschaftliche Visionärin zu machen, Verfechterin einer Intelligenz, die sich intuitiv mitteilt, oft (tag-)träumend.

MARKE(N)

Was als Botschaft in die Welt will, braucht einen Namen: „DreamGuidance“ (3) habe ich 1995 meine Coaching-Methode genannt, die das Intuitive besonders fokussiert, weil es mir um zusätzlichen Erkenntnisgewinn geht, der die Ergebnisse kognitiver Analyse sinnhaft ergänzt. Eine ganzheitliche Methode, von mir in Büchern beschrieben und ein wesentliches Element meiner Management-Beratung.

Mit „DreamGuidance“ trage ich zunächst Sorge dafür, dass meine Klientinnen und Klienten in der Fülle ihrer Gaben das Thema ihrer Aufgabe erkennen. Diese als Angebot zu fassen und ihr einen stimmigen Namen zu geben, folgt im zweiten Schritt der Beratung. Das Branding als dritter Schritt erscheint als ritueller Akt, eine Art Initiation, die sich traut, das Beste, was wir in uns haben, ans Licht zu bringen, wenn die Zeit dafür reif geworden ist. Gleichsam einer Baumkrone, die sich nur dort in ihrer ganzen Pracht nachhaltig entfalten kann, wo Stamm und Wurzelwerk Standfestigkeit garantieren.

Wenn wir den Markt betreten, braucht es Schutz und Hilfe. Mit meinem COP, einem Akronym, umreiße ich meinen Beratungsrahmen „Coaching, Organisation & PR“. Es ist zugleich der Name meiner Beratungspraxis, die ich seit fast 20 Jahren leite. Wo „DreamGuidance“ eher für das Innen steht, für intuitive Intelligenz und Inkubation, wendet sich der COP dem Außen zu, der konkreten Aufgabe und Aktivität. Der gute COP – durchaus wehrhaft – umsorgt, beschützt und protegiert die ebenso kostbare wie verletzliche Botschaft, die mit DreamGuidance zutage tritt.


MEDIEN

Auf welchen Kanälen sich die Mission als Marke mitteilt, will gut überlegt sein. Wie immer im Leben wimmelt es auch hier von zahllosen Möglichkeiten. Die Medien-Moderne präsentiert diese verstärkt als Social Media, was gerade so klingt, als seien klassische Medien asozial gewesen.

Im Kaffeehaus sitzend mit einem guten Buch, darin ganz selbstversunken, habe ich meine Ruhe. Ein Luxus für Vielbeschäftigte, dieser Rückzug, dennoch lebenswichtig. Nur in solchen temporären Auszeiten regeneriert sich ja, was verbraucht wurde, und erlaubt so ein vitales Weitermachen.

Als Coach bin ich ja immerzu mit dem Machen befasst. Bin beständig damit beauftragt, meiner Klientel zu helfen, dass sie es noch besser macht. Um dies nachhaltig zu gewährleisten, ermuntere ich meine Klientinnen und Klienten verstärkt zu radikaler Konzentration bei der Wahl ihrer Kommunikationskanäle.

Hier gilt es, die Kernkompetenz (die Aufgabe, die den Gaben folgt) im Auge zu behalten. Im Prozess eines strukturierten Innehaltens leite ich im Coaching mit DreamGuidance dazu an, der „Mediale(n) Meganova“ (4) beherzt dort Einhalt zu gebieten, wo ihr Sog zu Selbstverlust führen kann, der süchtig macht.


MARKETING

Wer sich mit der eigenen Mission auf den Markt begibt, um diese dort als Marke feilzubieten, braucht Mut. Einerseits den Mut zum Unterschied, denn wer will schon im Zuviel von allem untergehen. Andererseits die Bereitschaft, auch einmal zu scheitern, denn nicht alles, was anders ist und neu, ist auch gewollt, oft selbst dann nicht, wenn es gebraucht wird.

„Die Traumdeutung“ von Sigmund Freud reichte in der ersten Auflage von 500 Exemplaren für zehn Jahre. Zum Bestseller wurde das Buch erst viel später. Freud war frustriert, aber seine Wurzeln reichten tief. Er hatte früh die Kraft zur Ausdauer entwickelt, um den vielfachen Widerständen seiner Zeit langfristig zu trotzen.

„Traumhaft gelöst zu Bestleistungen“ (5), so der Titel eines Vortrages von mir, der die Prinzipien des Erfolges am Markt von Grund auf erklärt. Wesentlich zu wissen ist dabei, dass jede Bewegung am Markt mitunter unkalkulierbaren Dynamiken ausgesetzt ist. Das sind die Stürme, von denen ich eingangs sprach; Gefahrenzonen, denen es mit Vorsicht zu begegnen und die es klug zu bewältigen gilt.

Nehmen wir mich selbst als Beispiel: Die Medienstimmen zu meiner Marke „DreamGuidance“ waren über die vielen Jahre immer positiv. Bis auf eine Ausnahme. Alle Journalistinnen und Journalisten, die mit mir selbst gesprochen und gearbeitet hatten, zeigten sich von meiner Methode überzeugt und äußerten sich entsprechend in der Presse. Bis heute.

Die Ausnahme machte jedoch eine Journalistin, die sich zwar ausführlich mit Kollegen über mich unterhielt, mit mir selbst jedoch kein Wort sprach. Ihr Beitrag war der Aufmacher eines führenden Wirtschaftsmagazins, der am Coaching generell und an DreamGuidance als ganzheitlichem Coaching-Konzept im Speziellen kaum ein gutes Haar ließ. Der Beitrag wurde zugleich von anderen konzerneigenen Medien im Sinne der Mehrfachverwertung unverändert übernommen.

Diese von mir als Medien-Mobbing erlebte Erfahrung hat mich zunächst sehr verletzt, jedoch führte diese Veröffentlichung dazu, dass ich nun verstärkt solche Coachees berate, die selbst starken Stürmen standhalten müssen. Allesamt Personen des öffentlichen Lebens: darunter Manager_innen, die an exponierter Stelle in Unternehmen wirken, sowie prominente Kultur- und Medienschaffende. In „Neid und ungewöhnliche Kundengewinnung“ (6) lege ich dar, wie es dazu kam.

 

Fußnoten:

(1) „3 Tage ohne meine Mutter“ (Coaching-Blogger >Themen >Management & Karriere)

(2) Weitere Texte, die das Spannungsfeld meiner Kindheit beleuchten: „Der Traum, sich ins rechte Licht zu stellen“ (Coaching-Blogger >Themen >Marketing & PR / 03.12.2013) und „Das Erbe der Morrien“ (Coaching-Blogger >Themen >Morrien-Biografisches)

(3) Coaching mit DreamGuidance. Wie berufliche Visionen Wirklichkeit werden. Kösel / Download kostenlos als COP-Edition 2018. Weitere Bücher von Birgitt Morrien siehe www.cop-morrien.de >Media. Unter >Referenzen finden sich dort zahlreiche Medienresonanzen zur Beratungsarbeit von Birgitt Morrien wie z. B. Spiegel Online und WDR sowie die Stimmen von FAZ- und GEO WISSEN-Autoren.

(4) „Mediale Meganova. Weniger ist mehr“ (Coaching-Blogger >Themen >Medien & Co.). Des Weiteren: „Glaubwürdigkeit stärken in gläsernen Zeiten“ (COP-Morrien >Media)

(5) „Traumhaft gelöst zu Bestleistungen“ (Coaching-Blogger >Themen >Marketing & PR). Des Weiteren: „Kommunikation für Coaches“ (Coaching-Blogger >Themen >Marketing & PR)

(6) „Vom Neid und ungewöhnlicher Kundengewinnung“ (Coaching-Blogger >Themen >Management & Karriere)

 

Literaturhinweis:

Die Befreiung vom digitalen Dogma durch Coaching mit DreamGuidance: Sinnstiftende Karriere-Entwicklung und kreatives PR-Management jenseits des Marketing-Mainstreams. Reihe: COP-Coaching: Impulse zur Förderung mentaler Mobilität im Medienbusiness. Herausgeberin: Birgitt E. Morrien. GRIN Verlag (Broschur), München 2014
 

 

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