Apropos #Gamescom: Warum die IT-Branche besser ihre Führung stärkt

Alles unter Kontrolle.

Der 1+3 Resilienz-Support funktioniert in vier klaren Schritten: Struktur sichern, Senf anraten, Sibirien verordnen, Souveränität lernen. Indem alle Schritte berücksichtigt werden, begünstigen Unternehmen aktiv die Widerstandsfähigkeit der Führungskräfte organisational und individuell. Dieses umfassende Vorgehen fördert strategische Erfolge auf der ganzen Linie.


1.    Struktur sichern – Wie Unternehmen sich selbst neu erfinden

Was nutzt es, wenn die einzelne Führungskraft hervorragende Arbeit leistet, die Struktur des Unternehmens jedoch nicht (mehr) stimmt: Durch Anpassung an sich ständig wandelnde Technologien und Märkte, durch Wachstum oder Fusionierung verändern sich häufig insbesondere IT-Unternehmen sehr schnell.

Zugleich wird jedoch vielfach eine angemessen zeitnahe Anpassung der Organisationstrukturen an die neuen Gegebenheiten vernachlässigt. Dadurch entsteht unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verwirrung, die überfordernd wirkt und die auch erfahrene Führungskräfte mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen individuell nicht ausgleichen können.

In der Folge erschöpfen sich die Führungskräfte, resignieren irgendwann und kündigen (innerlich). In jedem Fall führt diese Spirale zu einem signifikanten Leistungsabfall, verbunden mit erheblichen Kosten. Hier kann professionelle Unternehmensberatung Auswege aufzeigen, indem sie dazu beiträgt, die Neuordnung der Strukturen hilfreich zu begleiten.


2.    Senf anraten – Eine Art Erste-Hilfe-Maßnahme für alle direkt vor Ort

Jeder Tag in einer boomenden Branche verlangt von der Führungskraft Übersicht und Entscheidungskraft. Vor allem gute Nerven, wenn etwa Fristen eingehalten werden müssen, jedoch das Personal knapp ist. Als Erste-Hilfe-Maßnahme inmitten der Anspannung ist anzuraten, sich eine Sinneswahrnehmung besonderer Art zu gönnen, einen Löffel einfachen scharfen Senf zu sich zu nehmen. Eine kleine kulinarische Intervention, die ganz und gar nicht zu dem Thema passt, das die Führungskraft gerade umtreibt. Sofort jedoch wandert die Aufmerksamkeit in den Mund und zu dem, was dort passiert. Es ist ein Augenblick Auszeit gewonnen, einmal kurz aufatmen.

Dieses uralte Gewürz vitalisiert sofort. Jede neue (Geschmacks-)Erfahrung ändert unsere Wahrnehmung. Und genau darum geht es hier. Die empfundene Schärfe weckt die Sinne. Vielleicht eröffnet sie so eine neue Sicht auf die Dinge. In jedem Fall garantiert sie einen Moment Pause. Erst mal etwas Abstand gewinnen! Die Voraussetzung für jede gute Lösung.

Die Senfpflanze schlägt, im Ackerbau als Zwischenfrucht angebaut, Schädlinge in die Flucht. Senföle wirken antibakteriell und schützen die Pflanze gegen Fraßfeinde. Deutsche konsumieren jährlich im Durchschnitt etwa ein Kilogramm des inzwischen zur Feinschmeckerpaste avancierten Gewürzes. (1) Laut neuester Forschung soll es gar vor Krebs schützen.


3.    Sibirien verordnen – Eine eher ungewöhnliche Outdoor-Expedition als Incentive für Führungskräfte mit besonderer Verantwortung

Wenn wir eine Reise tun, gewinnen wir Abstand. Je weiter wir weggehen, umso größer wird der Abstand. Je größer der Abstand ist, umso klarer sehen wir, was hinter uns liegt. Wenn nicht sofort, so doch mit der Zeit. Und das umso deutlicher, je mehr wir darin in Ruhe gelassen werden. Und unterstützt, wenn wir das wünschen. So gelingen Durchbrüche ins Unbekannte.

Sibirien ist weit weg. Dort ist nichts, heißt es. Doch tatsächlich ist dort alles, weiß ich. Alles, was es braucht, um wieder zu Kraft und Verstand zu kommen. Unendliche Weiten und verstörende Stille. Gewaltige Höhlenräume, in die hineinzulauschen Angst machen kann. Jedoch sicher geführt von einer alten Schamanin (2), die Gesänge anstimmt, auf wundersame Weise schauerlich.

Heiß und kalt läuft es mir den Rücken herunter. Auch in der Sauna. Eiskalte Abgüsse wechseln mit kaum zu ertragender Hitze. Triefend vor Schweiß dahocken. Leib an Leib, will die Alte uns mit Maßnahmen dieser Art vollkommen an den Rand bringen. Dahin, wo sich alle bisherige Vorstellung in Luft auflöst und von mir nur das zurückbleibt, was wirklich zählt. Ich selbst.

Ist der Kern einmal freigelegt, die Initiation vollzogen, ist die Zeit der Verbannung (3) auch schon vorbei. Jetzt heißt es, heimkehren, sich an neuen Aufgaben bewähren. Und wie jede Mutter nach der ersten Geburt, weiß auch ich irgendwie, was jetzt zu tun ist, was zu lassen. Enorm gereift fühle ich mich und winzig klein zugleich. Wie Mutter und Kind in einem. Eine vollkommen neue Erscheinung.

Alles früher Vertraute ist mir nun irgendwie fremd. Und mit der Wachsamkeit, die allen Fremden eigen ist, wende ich mich den Dingen neu zu. Nichts ist mehr, wie es war. Von hier aus ist vieles möglich, was vorher undenkbar schien. Es beginnt die Zeit der Überraschungen. Für mich selbst und für alle, mit denen ich zu tun habe. Das hätte so niemand von mir erwartet.


4.    Souveränität fordern und fördern – Coaching für mehr Entscheidungssicherheit im Führungsalltag

Ist die Lage kritisch, droht uns die Komplexität der Anforderungen leicht zu überfluten. Die Fähigkeit, dennoch klar zu unterscheiden, was wichtig ist, was unwichtig, zählt jedoch zu den zentralen Fähigkeiten von Führung überhaupt. Gelingt dies nicht, ist sichere Führung fraglich. Nur solange die Richtung klar ist, in die wir gehen wollen, greifen die Parameter, die sicheres Entscheiden ermöglichen.

Hohe Belastungssituationen, soweit sie dauerhaft angelegt sind, führen jedoch meist zu einer sukzessiven Einschränkung bzw. zu einem gänzlichen Verlust dieser Zielklarheit. Es fällt dann schwer, Aufgaben ihrer Bedeutung nach weiterhin sinnvoll zu priorisieren. Ist dieser Punkt erreicht, ist die Rückbesinnung auf das Wesentliche dringend angezeigt, um sowohl die Gesundheit der Führungskraft wie auch das Wohl des Unternehmens dauerhaft zu sichern.

Im Coaching wird in einem vertrauensvollen Setting (4) geklärt, auf welcher Ebene bzw. auf welchen Ebenen die Fragestellung ursächlich zu verorten ist: persönlich, sozial, fachlich, organisational oder kulturell. Hier greifen insbesondere ganzheitliche Coaching-Konzepte, die das gesamte Potenzial einer Führungspersönlichkeit nutzen, um eine Herausforderung zielführend zu klären, zu lösen und zu bewältigen. Rein kognitive Ansätze stoßen da meist schnell an ihre Grenzen.

Ganzheitliches Vorgehen nutzt sowohl die rationale Intelligenz als auch emotionales Vermögen und intuitives Wissen, um so umfassend an möglichen Lösungskonzepten zu arbeiten. Dies hat sich in der Coaching-Praxis als erfolgreiches Verfahren erwiesen, um Veränderung klug zu managen, die ja dem Wesen nach Angst macht, da sie durch die Enge führt (lat. angustia, „die Enge“). Im Moment der kognitiven Verengung gelingt jedoch naturgemäß kein Weitblick. Dort sitzt die Blockade.

„Wir werden die Probleme nicht auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind“, wusste Albert Einstein, selbst als Agnostiker mit einer talmudischen Tradition vertraut, die die intuitive Intelligenz, wie sie sich etwa durch Traumbotschaften zeigen kann, seit jeher als wesentlichen Klärungsimpuls gewürdigt hat. Ist der Kopf versperrt, nutzt auf diesem Hintergrund das Coaching mit DreamGuidance (5) seit 20 Jahren unter anderem die Option gelenkter Tagträume, um emotionale Blockierungen erfolgreich aufzulösen.


Fußnoten:

(1)    Statistik des Verbands der Hersteller kulinarischer Lebensmittel für das Jahr 2012. Vor 40 Jahren war es nur rund die Hälfte. Alle Angaben zum Senf stammen von Dr. Karoline Stürmer. Die promovierte Biologin lebt in Aschaffenburg und arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin.
(2)    Die folgende Szene ist inspiriert von der Schamanin Tatjana K. Unter ihrer Anleitung arbeitete ich 2011 in einer privat organisierten Gruppe in Zentralsibirien zu Führungs- und Selbstführungsthemen.
(3)    Verbannung abgeleitet von lat. exsilium: „Aufenthalt im Ausland, Verbannung, Flucht aus dem Vaterland“. Quelle: wissen.de
(4)    Mir scheint die unternehmensexterne Rolle des Coaching-Partners / der Coaching-Partnerin unabdingbar, damit sich der Klient / die Klientin vorbehaltlos anvertrauen kann.
Birgitt Morrien (2012): Coaching mit DreamGuidance. Wie berufliche Visionen Wirklichkeit werden. München: Kösel Verlag / Random House. Ein Coaching-Leitfaden mit vielen realen Fallbeispielen. (Neue Coaching-Literatur von Birgitt Morrien: cop-morrien.de >Media // Des Weiteren: Mehr als 40 Coaching-Berichte – die meisten unter Echtnamen – über die Arbeit von Birgitt Morrien im Coaching mit DreamGuidance aus 20 Jahren Beratungserfahrung, kostenlos verfügbar in Morriens Weblog: >Coaching-Blogger.de >Themen >Fallgeschichten)

 

Literatur & Filmbeiträge: Über Resilienz Forschung. Fragen. Funken

Wie heil überleben: Luise Reddemann und ihre Traumaforschung.
Wie Sinn finden unter allen Umständen: Viktor Frankl im Hörsaal.
Wie Licht entdecken im Dunkel: Gregg Bradden über Resilienz.
Wie der Bestimmung folgen im Beruf: Birgitt Morrien (im TV-Interview) & ihre Coachng-Bücher.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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