Volltreffer: Medien machen für alle

Sobald ein Magazin zwar den Anspruch formuliert, für alle da zu sein, ohne diesen jedoch einzulösen, schlägt die Stunde des Einspruchs: Birgitt Morrien erinnert Redaktionen im Einzelfall gern an das (Zielpublikum), was vergessen wurde, womöglich versehentlich.

 

Liebe Magazin-Redaktion,

eine tolle Reihe, die Sie mit „Lebe deine Träume“ gestartet haben. Das Thema passt, trifft den Zeitgeist und liefert zudem konkrete Modelle und Hilfestellung. Besser geht es nicht, fast nicht.

Was fehlt, möchte ich gern ausführen:
Kürzlich saß ich mit einem Neffen (24) im Flieger Richtung USA. Er blätterte in einem Magazin (übrigens indischer Provenienz) und machte mich auf einen Beitrag zum Thema „Lebe deinen Traum“ aufmerksam, weil ihn das auf dem Weg vom Hochschüler zum (wo, wie, was?) Arbeitenden inspirierte. Jedoch fehlte ihm ein männliches Modell in dem Beitrag. Aus irgendeinem Grund hatte die Redaktion nur Frauen vorgestellt, die mit innovativen Ideen in den Neuen Medien erfolgreich ihren Weg gemacht hatten.
Kein einziger Mann. Das irritierte uns, zumal es keine Frauenzeitschrift war und auch der Beitrag selbst das in keiner Weise thematisierte als Besonderheit, Männer einfach auszublenden. Sehr verwunderlich, fand ich auch.

Heute Morgen nun sitzt – wie der Zufall es will – eine Nichte (23) von mir mit am Frühstückstisch (sie hatte das Wochenende hier verbracht und etwas verlängert, um in Köln zu bummeln). Da ich noch einen Fachtext lesen musste für einen morgendlichen Termin, überließ ich ihr den Stadtanzeiger, und sie griff gleich nach dem Magazin. „Ah“, sagte sie. „‚Lebe deine Träume*‘ – die bringen genau mein Thema, super!“
Dann schwieg sie, las und zeigte sich schließlich doch etwas enttäuscht. „Es gibt keine einzige Frau in dem Beitrag, weder als Erfolgsmodell noch als Expertin“, meinte sie schließlich. Und ich gab ihr zu verstehen, das sei sicher ein Versehen, denn das Magazin sei kein explizites Magazin nur für eine männliche Leserschaft.

Im Zug unterwegs zu einem Termin in Frankfurt nutze ich nun gern die Gelegenheit, Ihnen meine „Korrekturanregung“ zu mailen. Ismene Poulakos hat seinerzeit als Redaktionsleiterin des Magazins bereits ausführlich über eine Expertin der Träume geschrieben, die seit fast 20 Jahren als Coach mit Sitz in Köln international Karrieren berät, die den Sinn ihres Tuns als Essenz für Erfolg begreifen und ihre Laufbahn auf dieser Grundlage umsetzen (wollen).
In ihrem Weblog coaching-blogger.de >Themen >Fallgeschichten finden Sie die Storys von 40 ihrer Klientinnen und Klienten aus erster Hand. In ihren Büchern können Sie Ihr Wissen über ihre Art der ganzheitlichen Karriereberatung vertiefen. Oder sich überzeugen lassen von einer Forschungsstudie, die den Erfolg ihres Konzeptes „DreamGuidance“ an 80 Fällen wissenschaftlich nachweist. Oder als Einstieg auf YouTube einen von Michael Steinbrecher (ZDF) produzierten Beitrag über ihre Arbeit anschauen: „Karrieren mit Sinn“.

Ich finde, es wäre eine gute Idee, diese Expertin als Erweiterung Ihrer im o. g. Sinne unvollständigen Expertenrunde zu berücksichtigen. Da sie auch mit Celebrities arbeitet, dürfte es kein Problem sein, durch diesen Kontakt eine prominente Frau ausfindig zu machen, die sich ihren Traum erfüllt hat und die als Modell auch für junge Frauen „funktioniert“.

Für Ihre weitere Arbeit wünsche ich Ihnen viel Freude und Erfolg, auch indem Sie künftig Mädchen und Frauen konsequent mitdenken.


Mit besten Grüßen

Birgitt E. Morrien

 

 

*"Glück kann man trainieren". Beitrag von Marie Schlolaut im Magazin des Kölner Stadtanzeiger am 4.11.2013 im Rahmen der Reihe "Lebe deine Träume".

Lesetipp: Glücksfährten in der Karriere verfolgt Birgitt Morrien seit 1995 nachweislich erfolgreich mit ihrem ganzheitlich ausgerichteten Coaching-Konzept "DreamGuidance". Morriens jüngste Buchveröffentlichung zum Thema: "Coaching mit DreamGuidance. Wie berufliche Visionen Wirklichkeit werden". (Kösel 2012)
 

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