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Der Zwang, alles zu veröffentlichen

Wie Birgitt Morrien die Geschichte heterosexueller Jugendlicher eines ordentlichen Gymnasiums darauf brachte, einen Trend auszumachen: Ihren Geschlechtsverkehr, digital dokumentiert, stellten sie sogleich online. Erst die Kopie des Aktes machte ihn wahr.

Die Begebenheit hat mich bestürzt. In einer Beratung fand sie ihren Weg zu mir als Bericht einer Direktorin. Ihr Anliegen: sich zu entlasten und das Krisenmanagement klug zu gestalten, das dem Bekanntwerden der Bilder folgte.

Ein Fall für die Kommunikationsberatung, Abteilung Krisen-PR, ganz sicher. Mir hier jedoch eher Anlass zum Nachdenken über mögliche Gründe: Was hat die Grenzen dieser Jugendlichen derart geweitet, sich so zu zeigen?

Macht mediale Omnipräsenz gefühlstaub und verführt Einzelne zu verzweifelt anmutenden Maßnahmen, um wieder zu sich selbst durchzudringen? Ist dies nur eine weitere Spielart eher bekannter Süchte wie denen nach Arbeit, Alkohol oder Sex?

Mich exhibieren, um da zu sein. Die extrem gefasste Formel einer auf Konsum hin angelegten Kommunität, die Kommunikation zusehends als Marketingvariante begreift. Um dahinter nach aufrichtiger Begegnung und Verständigung zu verhungern.

Die aufgeblasenen leeren Bäuche westlicher Provenienz sind Zeugen drohender spiritueller Tode. Vollkommen entgeistert erliegen Einzelne jeder Verlockung willig. Und doch bricht die Sucht ihr Versprechen, zu sättigen, mit jedem auflodernden Hunger neu.

Nachhaltig hilft da nur die radikale Demaskierung solcher Mechanismen: In die Leere zu stürzen und auf Grund zu laufen. Auf dem Trockenen zu sitzen und solange zu warten, bis sich der Nebel lichtet, der die Wahrnehmung verblenden wollte.

Hier beginnen die wirklichen Gespräche mit sich selbst, durch deren Gestrüpp sich der Weg findet, hinaus- und weiterzugehen. Geflüster am Wegesrand, das kein Verschweigen mehr kennt, wo sich verlorene Wahrheiten wiederfinden,

die Rettung.

 

 

Zwei Hinweise:

1.
ManagerSeminare titelt aktuell: „Spiritualität im Business: Manager auf Sinnsuche“. In dem der Ausgabe beiliegenden Sonderheft „Trends im Coaching“ wird FAZ-Autor Dr. Christian Schneider in einer Anzeige zitiert: „Das ganzheitliche Coachingkonzept DreamGuidance von Birgitt E. Morrien hat fraglos die Potenz, neue Wege des Erfolgs zu bahnen.“

Schneiders vollständiger Beitrag findet sich unter Referenzen >Medien-Echo Print auf meiner Homepage:  http://www.cop-morrien.de/referenzen/medienecho-print/
 

2.
Management-Beratung, die nachhaltig erfolgreich wirkt, deckt mehre Ebenen in der Beratung ab. Über die fachliche, methodische, soziale und persönliche Kompetenz hinaus, ist ein Verständnis für spirituelle Fragestellungen wünschenswert.

Birgitt E. Morriens Studium und mehrjährige Fortbildungen:

Studium Mass Communications an der Boston University, MA, USA
Fortbildung zur "Journalist/in in Presse und Öffentlichkeitsarbeit" Fortbildungsakademie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (FAW), Köln
Berufsbegleitende Fortbildung zur Supervisorin und Organisationsberaterin an der Europäischen Akademie für psychosoziale Gesundheit und Kreativitätsförderung EAG, Düsseldorf und Amsterdam
Fortbildung zur Stärkung der spirituellen Kompetenz in der Management-Beratung
Fortbildung zur Veränderungsberaterin und Krisenexpertin Coach for Change & Crisis

 

 

 

  

 

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