Mentale Hebamme im Sommergespräch

Die Aufgaben der mentalen Hebamme im Coaching. 
Vorabdruck eines Interviews des Kölner Stadtanzeigers
mit Birgitt E. Morrien.


1. Sie bezeichnen sich selbst als „mentale Hebamme“, die die Lebensträume ihrer Klienten als Grundlage für neue berufliche Wege nutzt. Was konkret verbirgt sich dahinter?

Hebammen holen mit ihren Händen neues Leben ans Licht, wenn die Zeit dafür reif ist. Entsprechend bringe ich als mentale Hebamme lebensfähige Berufsträume ans Tageslicht. Was da als neue Perspektive erscheint, ist der Schlüssel für jede Karriere. Grund: Diese Träume stimmen mit unseren tiefsten Wünschen überein. Darin finden wir, wer wir sind und was wir wirklich wollen. Diese Gewissheit schafft die perfekte Plattform für sichere Entscheidungen, und sie begünstigt eine Haltung der Beharrlichkeit – Voraussetzung für jeden Erfolg.


2. Bedeutet das, mögliche berufliche Pfade sollen über die eigenen Träume „entdeckt“ werden?

Unbedingt ja. Wenn Lebensträume zu lange verborgen liegen, entsteht in uns zunehmend eine Kluft zwischen dem, was wir eigentlich wollen und dem, was wir tatsächlich tun. Motivation im Beruf ist unter solchen Bedingungen Mangelware und depressive Verstimmung nicht selten. Das ist keine gute Grundlage für Erfolg. Mit meinem Konzept „DreamGuidance“ begünstige ich im Coaching den Zugang zu verborgenen Lebensträumen, um so Blockaden aufzulösen und neue Energie freizusetzen.


3. Wie laufen bei Ihnen Beratungen in der Regel ab?

Zu Beginn des Beratungsprozesses analysiere ich gemeinsam mit dem Klienten/der Klientin umfassend dessen/deren aktuelle Ausgangsposition. Anschließend leite ich eine mentale Zeitreise in ein sehr spätes Lebensalter an, von wo aus besonders erfüllende Augenblicke zunächst erinnert und später auch kreativ dokumentiert werden. Es folgt die gemeinsame Auswertung der Ergebnisse sowie die Ableitung kurz- und mittelfristiger Ziele, um auf dieser Grundlage wirksame Strategien zu entwickeln. Die konkrete Umsetzung dieser Vorgaben folgt zum Schluss als konsequenter Beginn einer neuen Berufspraxis.


4. Gibt es Erkenntnisse darüber, ob bzw. wie erfolgreich Ihr Konzept „DreamGuidance“ ist?

Jeder neue Beratungsansatz muss sich mit Erfolg in der Praxis bewähren, um dauerhafte Akzeptanz zu finden. Das gilt auch für mein DreamGuidance-Konzept. Daher führe ich in Kooperation mit der Universität Köln eine Langzeitstudie durch, um die nachhaltige Wirksamkeit meiner Arbeit zu evaluieren. Als Beraterin unterliege ich ja der Schweigepflicht und kann Beratungserfolge nicht einfach öffentlich machen. Einige meiner Klienten und Klientinnen berichten allerdings von sich aus über Erfolge, die sie auf das Coaching bei mir zurückführen. Diese Stimmen aus Unternehmen und Presse sind als Referenzen auf meiner Homepage veröffentlicht.


5. Wer sucht Ihre Beratungen hauptsächlich auf? Kommen auch Arbeitssuchende zu Ihnen?

Zu meinen Partnern und Auftraggebern zählen Unternehmen wie etwa RTL, Siemens und VW/Audi ebenso wie mittelständische Unternehmen etwa der Medienwirtschaft, z.B. Endemol Deutschland oder Grundy Light Entertainment. Ich berate aber auch Selbstständige und Freiberufler/innen sowie Existenzgründer/innen und Erwerbslose in einer Phase der Neuorientierung. Jüngst melden sich darüber hinaus Beratungsunternehmen wie etwa Roland Berger bei mir, daran interessiert, ihre Coaches auf der Grundlage meines ganzheitlichen Konzeptes beraten zu lassen.


6. In wirtschaftlich eher schlechten Zeiten wächst häufig der Bedarf an individuellem Coaching. Spüren auch Sie diese Tendenz?

Der Bedarf an Coaching wächst, da es keine verlässlichen Zukunftsprognosen mehr gibt, auf deren Grundlage berufliche Entscheidungen sicher getroffen werden könnten.  Die Folge ist eine massive Verunsicherung bei den Einzelnen. Diese bietet jedoch die Chance, sich mutig auf die eigenen Neigungen und Talente zu besinnen und daraus das Beste zu machen. Eine Perspektive der inneren Zufriedenheit stärkt uns auch für kritische Zeiten und hilft, diese besser zu bewältigen.

Das Land begegnet der wirtschaftlichen Veränderung u.a. mit dem Beratungsprogramm Wirtschaft NRW für Gründer/innen: Erwerbslose mit Gründungsabsicht und Selbstständige bis zum 5. Jahr können sich meine Beratung darüber im Einzelfall fördern lasse. Beim Land als Unternehmenscoach akkreditiert, kann ich seit einigen Jahren nun auch diese aufbruchsgestimmte Zielgruppe begleiten, die sich meine Beratung sonst nicht leisten könnte.


Ergänzende Angaben zur Person:

Alter: 46 Jahre

Akademische Vorbildung: Diplom-Medienwissenschaftlerin, M.Sc./Boston University
Berufliche Qualifizierung: Management-Supervisorin (DGSv) & Marketing/PR-Expertin (DPRG)
Beratungspraxis: Coach & Kommunikationsberaterin
Weitere Tätigkeiten: Lyrikerin & Autorin (Handbuch zu eigenem Beratungskonzept „DreamGuidance“, redaktionelle Beiträge und fortlaufende Management-Prosa in eigenem virtuellem Logbuch: www.coaching-blogger.de)

Vorabdruck
eines am 11.7. von Holger Müller-Hillebrand
für den Kölner Stadtanzeiger
geführten Interviews.

KSTA-Veröffentlichung folgt in Kürze.
Kurzfristige Änderungen behält sich die Redaktion vor.


Nachtrag:
Der Kölner Stadtanzeiger veröffentlicht das Interview am 1.10.2006 in der folgenden Fassung:
http://www.cop-morrien.de/downloads/interview_ksta_300906.pdf

 

 

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