Das Authentische ist meines Erachtens auf der Bühne und in jeder anderen ästhetischen Rahmung immer eine Konstruktion. Die authentische Darstellung, das authentische Sprechen, die unverstellte Selbst-Veräußerung, die aktuell im Theater wie auch im Film und vor allem im Fernsehen Konjunktur haben, entsprechen immer einer spezifischen Inszenierung des Unmittelbaren, Unfertigen, Spontanen, Echten und Fehlerhaften.
» weiterlesen„Um geistreich zu sein, braucht man nur keinen Respekt zu haben“, wusste schon Montesquieu. Es reicht, sich die Namen der führenden Online-Unternehmen anzusehen, um zu ahnen, wessen Geistes Kinder die Gründer waren: Apfel (Apple 1976), Amazone (amazon 1994) oder Gezwitscher (Twitter 2006) wurde da getauft. Oder sich gleich ein Wort ausgedacht wie Gesichterbuch (Facebook 2004) oder Google (1998): ein Unternehmen, benannt mit einem Fantasiewort, das für meine deutschen Ohren fast wie „giggeln“ klingt und globale Mediengeschichte schreibt. (Birgitt Morrien)
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