Richtig streiten

„Richtig streiten“ – wie geht das? Für einen Artikel zum Thema Streitkultur in der Spezial-Edition einer Finanzzeitschrift befragt die Journalistin Petra Harenbrock Expertinnen und Experten, die es wissen müssen. Senior Coach Birgitt Morrien hat beherzt in die Tasten gegriffen und ein paar Statements formuliert, die gern auch streitbar sind.

Leben wir in einer streitsüchtigen Welt?

Diese Welt fingiert meist nur eine Streitkultur. Tatsächlich anzutreffen sind jedoch vielfach eher Manipulationsspielchen. Streitkultur bedeutet, eine klare Position zu beziehen, sich darin offen zu zeigen und dafür einzutreten mit fairen Mitteln. Manipulation bedeutet, die eigenen Absichten zu verschleiern und hinter vorgehaltener Hand zu agieren mit dem Ziel, das Gegenüber auszutricksen und so zu besiegen. Streitkultur kann Frieden stiften. Manipulation führt zur Gewalt.

 

Wodurch zeichnet sich falsches Streiten aus?

Durch Feigheit, Ungeduld und Ignoranz.
Wer feige ist, läuft Gefahr, das Gegenüber zu manipulieren.
Wem die Geduld fehlt, dem fehlt auch die Fähigkeit wirklich zuzuhören.
Wer nicht zuhört, was das Gegenüber sagt, ist ignorant.

 

Kann jeder lernen, richtig zu streiten?

Grundsätzlich kann jede Person streiten lernen, die die Bereitschaft dazu bekundet.

 

Gibt es evtl. konkrete Tipps oder Übungen für das Privatleben / für den Beruf?

-    Sich selbst besser kennen- und schätzen lernen. Denn eine Person, die sich selbst schätzt, kann gelassen handeln. Sie fühlt sich vom Gegenüber nicht bedroht, weil unterlegen.
-    Übungsoptionen 1: Beten, meditieren, Stille üben.
-    Übungsoptionen 2: Den souveränen Dialog üben in einem kontrollierten Setting, am besten professionell geführt, z. B. in einem Präsenz-Coaching.

 

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