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Coaching-Show funktioniert. Birgitt Morrien & SZ-Interview

Zwar ist eine Coaching-Expertin noch lange kein Popstar, aber das SZ-Interview für diese Zielgruppe hat Senior Coach DBVC Birgitt Morrien dennoch dazu angeregt, einmal unter neuen Gesichtspunkten über sich selbst nachzudenken. Denn auch Coaches mögen es, gefragt zu sein, und profitieren davon, sich neuen Fragen zu stellen.

Spitzname: Morrien. Eine mir liebe Kollegin nennt mich nur so. Es passt. Alter: 54 (in einem Monat) Früher wollte ich aussehen wie: Sandy (aus der Fernsehserie „Flipper“). Er hatte mittellange blonde Haare, die er lässig trug, und sah einfach super aus. Irgendwie cool. Stattdessen sah ich aus wie: meine älteren Brüder (eineiige Zwillinge), mit denen ich bis zur Pubertät hin und wieder auch verwechselt wurde.

Wenn ich heute in den Spiegel schaue, sehe ich: einen meiner Brüder als Frau.

Ich gehöre auf die Bühne, weil: ich finde, dass Coaching mit DreamGuidance als Show* perfekt funktioniert.

Meine Mutter hat mir beigebracht, dass: ich andere Menschen im Blick behalte, egal was ich mache und erreichen will.

Mein Großvater** hat mir beigebracht, dass: ich auch ungewöhnliche Ziele erreichen kann und darauf stolz sein darf.

Sie waren stolz auf mich, als: ich ein Stipendium für mein USA-Studium bekam.

Sie waren enttäuscht von mir, als: ich ihnen mitteilte, dass ich mein Leben mit einer Frau teilen möchte.

Das erste Mal war ich verliebt: in die ältere Schwester meiner besten Freundin.

Das letzte Mal gelogen habe ich: als ich einem Bekannten meine üblichen Honorarsätze nicht verraten habe aus Angst vor Neid.

Mein größter Triumph: mein neuestes Buch gemeinsam mit einer Co-Autorin geschrieben zu haben, die was von ihrem Handwerk versteht. Davon hatte ich immer geträumt! Der Kösel-Verlag hat es möglich gemacht.

Mein größter Fehler: war es, in jüngeren Jahren als erste Frau eine neu eingerichtete Stabsstelle anzutreten, die zwar von einer Minderheitenpartei politisch durchgesetzt, von der Mehrheit jedoch weder gewollt noch getragen war. Ich habe mich kläglich zwischen den Fronten zerreiben lassen. Und doch war im Rückblick betrachtet mein Scheitern das Beste, was mir passieren konnte: Danach erst hatte ich den Mut, mich endlich selbstständig zu machen!

Meine größte Angst: ist es, an dem, was mir zugedacht ist, vorbeizuleben, womöglich meine Bestimmung aus dem Blick zu verlieren. Etwa weil der Alltag mit seinen Anforderungen zu viel Raum einnimmt.

Wenn ich eine 4er-WG gründen dürfte, dann zusammen mit: meiner Frau, mit Gertrude Stein und ihrer Frau Alice B. Toklas. Uns würde bestimmt nicht langweilig miteinander. Auch wegen des von Gertrude betriebenen Salons, in dem sich sicher weiterhin illustre Gäste treffen würden.

Wenn ich mir einen Satz tätowieren dürfte, dann: „Glück ist die Fähigkeit, Bindungen einzugehen.“ (nach Christa Wolf) *TV-Coaching-Omnibus: Gute Lösungen für alle (siehe Coaching-Blogger 19.02.2013) http://www.coaching-blogger.de/2013/02/19/gute-losungen-fur-alle-mit-dem-coaching-omnibus-auf-sendung/ ** Mein Vater starb als ich fünf Jahre alt war. Mein Großvater hat dessen Rolle in Teilen übernommen.

 

Sinnstiftende Medienkarrieren

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